Wilhelm SCHERÜBL, 2014 Steinbild gelb II 2014
- Künstler:innen
- Wilhelm SCHERÜBL
- Titel
- Steinbild gelb II 2014
- Jahr
- 2014
- Technik
- Öl auf Leinwand
- Dimensionen
- 180 × 120 cm
- Objekttyp
- Werk auf Leinwand/Holz
- Artwork ID
- 150.9995.230
- Foto
- FROESE, Rudi
In seinem Werk „Steinbild gelb II“ greift Wilhelm Scherübl einerseits auf Materialien zurück, die Überreste aus seiner bildhauerischen Arbeit sind, nämlich Steinsplitter, die er aufhebt, einfärbt und so in seinen Leinwandarbeiten verarbeitet. Andererseits sind es Eindrücke aus der Natur, auf die er zurückgreift und mit deren permanenter Transformation er sich beschäftigt. Als Bildhauer interessiert er sich primär für das Entwickeln einer Form, die durch das Hinzufügen und Wegnehmen von Materie entsteht. So legt er die gesammelten eingefärbten Steine in einer bestimmten Anordnung auf die Leinwand und lässt sie über einen gewissen Zeitraum trocknen. Das prozessuale, rituelle und der körperliche Einsatz sind dabei essenziell in Scherübls Werk. Nach und nach zeichnet sich eine Art gemaltes, zum Teil unsymmetrisches Raster ab, bestimmt durch die jeweilige Form der Steine und den Verlauf der Farbe. Die minimalistische Arbeit entsteht mit Einsatz nur weniger Materialien und ergibt eine behutsame Ordnung und Rhythmik, die der Natur gleichkommt. Kunst- und Naturform vereinen sich in einer Regellosigkeit, obgleich auch die Natur ihre ganz eigene Ordnung aufweist, in der kein einziger Stein dem anderen gleicht und keine Form sich wiederholt. Trotz oder gerade wegen dieser Unvorhersehbarkeit nutzt Scherübl immer wieder die Natur und Elemente aus seiner unmittelbaren Umgebung als Inspirationsquellen für sein künstlerisches Schaffen. Er versteht dabei seine Arbeiten als Reflexionen über die Natur. Der Arbeitsvorgang kann jedoch niemals zur Gänze vom Künstler kontrolliert werden – denn die Natur hat ihre eigenen Vorgaben, die Wilhelm Scherübl bedacht und harmonisch in sein Werk integriert.
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