06.11.–03.12.2026
Daniel Hölzl
VERNISSAGE
Donnerstag, 05.11.2026, 18:30 Uhr
BEGRÜSSUNG
Sebastian Haselsteiner, Leitung STRABAG ART
ZUR AUSSTELLUNG
Dr.in Madeleine Freund, Kuratorin Pinakothek der Moderne, München
Ein Spannungsfeld aus Vergänglichkeit und Erneuerung durchzieht die Werke von Daniel Hölzl. Aus recyceltem Paraffinwachs, Kohlefaser und Fragmenten von Flugzeugpropellern entwickelt der Künstler eine visuelle Welt, in der sich die zyklische Natur allen Lebens spiegelt. In seinen Wachsbildern werden welkende Blüten und deformierte Maschinenteile in formale Beziehung gesetzt. Traditionelle Materialien der Malerei ersetzt er: Wachs wird zur Farbe, die Kohlefaser zum Bildträger – beides Materialien auf Erdölbasis, beide mit eigener Geschichte. Herausgeschmolzene Linienraster erinnern an digitale Bildstörungen und sensibilisieren den Blick für das Wechselspiel von Material und Inhalt. Wie die verwelkende Blume im barocken Stillleben werden Flugzeugfragmente zu Sinnbildern der Vergänglichkeit in einer von Fortschritt und Beschleunigung geprägten Gegenwart. So wird der Propeller zugleich zur Gesellschaftsmetapher. Seine Rotation kann für die Zyklen von Natur und menschlichem Erfindungsgeist stehen. Eine neu entstandene Installation eines hochstehenden Sternmotors verweist auf natürliche Kreisläufe und eröffnet Perspektiven auf Erneuerung und Wachstum – im ewigen Werden und Vergehen.
— Dr.in Madeleine Freund
Headerbild: Copyright Daniel Hölzl, Courtesy DITTRICH & SCHLECHTRIEM, Berlin, Foto: Jens Ziehe